Wohnzimmer streichen mit nen-do Lehmfarbe


Schon lange war ich nicht mehr richtig zufrieden mit meinem Wohnzimmer und mir kribbelte es mal wieder in den Fingern etwas zu verändern. Doch zuerst mussten natürlich die Ecken ausfindig gemacht werden, die mich am meisten stören und am einfachsten behoben werden können. Drei Hauptthemen würde ich gerne bearbeiten: zum einen die Wandfarbe, das Sideboard und das Sofa. Das Samtblau ist nunmal sehr speziell und der Geschmack verändert sich einfach nach einigen Jahren. Das ist allerdings ein Thema, was aus Kosten- und Aufwandspunkten nicht gleich angegangen werden kann. Deshalb habe ich mich zuerst um die Wandfarbe gekümmert.
Nen-Do Lehmfarbe Wohnzimmer

nen-do Lehmfarbe

Bevor es an die Umsetzung geht, möchte ich euch das Produkt, welches zum Wandstreichen verwendet wurde, vorstellen. Ich habe die Lehmfarbe "Natural Linen" von nen-do verwendet. Die Produkte sind alle aus ökologisch zertifizierten Tonmaterialien. Ich habe das Pulvertütchen in der Schanze bei einem meiner Lieblingsshops, dem Minimarkt, gekauft. Die Beschaffenheit des Produktes hat sich deutlich von "normaler, flüssiger" Wandfarbe unterschieden. Kein unangenehmer, chemischer Geruch und vor allem keine Farbklekse überall auf dem Boden. Warum das so ist, verrate ich euch in der Anwendung. 
nen-do Lehmfarbe

Materialien zum Streichen

Die nen-do Lehmfarbe erfordert nicht nur eine besondere Technik zum Auftragen, sondern es werden auch spezielle Anwendungsgegenstände benötigt. Zum einen natürlich, je nach Menge, die Lehmfarbe: ein Tütchen reicht für für 10-12 qm. Dazu wird ein am besten ovaler Flächenpinsel verwendet, um die handwerklich schönsten Oberflächen zu erzielen. Hier bietet nen-do auch einen eigenen Pinsel an. Dazu wird ein Rührstab für die Bohrmaschine benötigt, um die Farbe mit Wasser anzumischen. Die Farbe wird in einem leeren Farbbehälter aus dem Baumarkt zubereitet. 

Nen-do Lehmfarbe Material

 Wohnzimmer Streichen mit nen-do Lehmfarbe

Bei der Anwendung gibt es ein paar Dinge zu beachten. Die Lehmfarbe (1,5 kg Beutelinhalt) wird zusammen mit einem Liter Wasser und dem Rührtab samt Bohrer mit möglichst hoher Drehzahl in dem Eimer angerührt. Nach ca. 3 Minuten nochmals gut durchrühren. Anschließend ruht die Mischung 30 Minuten und wird danach nochmal 1-2 Minuten durchgerührt, bis sie zu einer "breiigen" Konsistenz wird. Die Farbe darf nicht von der Bürste beim Austragen tropfen. Wichtig: die Lehmfarbe kann mit geschlossenem Deckel bis zu 24h verwendet werden. Es sollte also genug Zeit am Stück für das Auftragen eingeplant werden, da dies am besten an einem Tag erfolgen sollte. Hier findet ihr nochmal die detaillierte Anleitung vom Hersteller. 

Lehmfarbe anrühren

 Der Anstrich wird in Form von liegenden "liegenden Achten" oder auch Kreuzschlag genannt aufgetragen. Insgesamt ist das Auftragen etwas kraftintensiver als bei flüssiger Wandfarbe, aber dafür nicht zeitintensiver, da grober gestrichen wird als sonst. Das war jedenfalls mein Gefühl und somit war ich relativ schnell fertig. Außerdem habe ich kein zweites Mal gestrichen, was im Normalfall häufig gemacht wird. Die Ecken habe ich teilweise mit einem dünneren Pinsel gestrichen, da dieser exakter ist. 

Lehmfarbe Kreuzschlag

Lehmfarbe Kreuzschlag

Hier seht ihr das Ergebnis nach nur wenigen Stunden der Trocknung. Am Anfang sieht es doch sehr dunkel und Lehmfarben aus, aber am Ende gefällt mir der Farbton "Natural Linien" von nen-do sehr, sehr gut. Der Raum hat nur minimal nach Farbe gerochen und es mussten kaum unerwünschte Flecken entfernt werden. Für 1,5 Wände war ein Beutel allerdings etwas knapp. Man könnte guten Gewissens einige Stellen nochmal streichen. Insgesamt hat aber ein Anstrich genügt. 

nen-do Lehmfarbe

Was haltet ihr von dem Ergebnis?

 


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