Minimalistisch wohnen


Einer der häufigsten Sätze, den ich zu hören bekommen, wenn Leute Bilder von meiner Wohnung sehen oder sie diese das erste Mal betreten, ist wohl "wo lässt du deine ganzen Klamotten?" oder "das kann doch nicht alles sein!".  Die Antwort könnt ihr euch sicher denken. Ich besitze eben nur Dinge, für die ich mich bewusst entscheide. Dazu kommt, dass ich auch sehr gerne aussortiere, sollte es doch mal zu viel werden. Nicht zuletzt spielt da natürlich auch die Optik und Ordnungsliebe eine Rolle. Wie man unschwer erkennen kann, liebe ich die skandinavisch schlichte Lebensweise, die natürlich auch keine überladenen Zimmer mit sich bringt. Ich habe mir zu dem Thema "minimalistisch leben" einige Gedanken gemacht und Antworten, wie ihr es für euer zu Hause umsetzen könnt, zusammengefasst.
 

Aufräumen und Ausmisten war schon immer ein Thema, was ich als befreiend empfunden habe. Wenn sich nach einiger Zeit wieder zu viel Krempel angesammelt hat, kann ich es kaum abwarten wieder Ordnung zu schaffen und mich nur auf die wirklich wichtigen Gegenstände zu besinnen. Gerade jetzt zum neuen Jahr lohnt es sich, das Glück in Form von Ordnung zu schaffen und sich das Ausmisten auf den Plan zu schreiben. Wie ihr das genauso erfolgreich schafft wie ich, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag. 

Ikea Rattan Kommode
Rattan Kommode im Bild: Stockholm 2017 von Ikea
 

Mit Hilfe von Minimalismus das Leben erleichtern

Ein "leichteres Leben" in Form von Minimalismus ist zu meinem Lebensmotto geworden und deshalb möchte ich meine Gedanken dazu mit euch teilen. Minimalismus kann richtig Spaß machen und ist zusätzlich auch noch ökologisch gesehen ein sehr sinnvolle Art zu leben.

Die meisten von euch würden mit Sicherheit sagen, dass sie ihre Klamotten lieben und diese niemals freiwillig weggeben würden. Häufig werden schließlich auch sehr schöne Erinnerungen mit ihnen verbunden. Doch wenn ihr einmal genauer hinschaut, habt ihr das ein oder andere Teil bestimmt schon seit Jahren nicht mehr getragen. Ich zum Beispiel liebe es, mich mit einer kleinere Auswahl an Lieblingsteilen zu umgeben. Genauso mag ich es, in den Schrank zu schauen und kein schlechtes Gewissen zu haben, dass dieser vollkommen überfüllt ist. Es fühlt sich eher wie eine Last an, wenn ich neben meinen Lieblingen meine eventuellen Fehlkäufe sehe oder einfach Kleidung, die ich nicht mehr gerne trage. Klar, es könnte immer dieser eine Moment kommen, indem ich es doch gebrauchen könnte. Doch ich kann euch sagen, zu 90% kommt dieser Moment nicht. 

Nordkisa Kleiderschrank
Kleiderschrank im Bild: Nordkisa von Ikea
 

Minimalismus anwenden

Es gibt zwei Wege das Aussortieren zu gestalten. Es kann nach dem Raum ausgemistet werden oder aber nach einer Kategorie. Ich persönlich habe beides schon gemacht, je nachdem ob eine Raumumgestaltung ansteht oder ihr beispielsweise nach dem Winter die Winterklamotten gegen die etwas leichteren umtauschen wollt - je nach Anlass eben. Eines haben beide Wege jedoch gemeinsam, sie verändern euer Leben zum positiven. Sich von alten Dingen zu trennen kann symbolisch sehr befreiend auf den Geist auswirken. Generell würde ich immer einen "Behalten", "Aussortieren" und "Überlegen" Stapel machen. Auch empfehle ich das Setzen von Zielen wie zum Beispiel den Stauraum zu verkleinern und am Ende nur noch so viel übrig zu haben, wie dort hinein passt. Mir haben dabei folgende Fragen sehr geholfen: 

1. Wann habe ich das Teil das letzte Mal getragen oder benutzt?
Wenn es länger als ein Jahr her ist, kann es zum "Aussortieren" Stapel.

2. Was verbinde ich mit diesem Teil?
Wenn du eine wichtige emotionale Bindung dazu hast, würde ich es auf den "Überlegen" Stapel legen

3. Würde ich es jetzt tragen oder benutzen? 

4. Speziell bei Klamotten frage ich mich, passt es noch zu deinem aktuellen Stil, wenn du diesen auch gerne von Jahr zu Jahr weiterentwickelst.

Diese Fragen helfen, ehrlich zu euch selbst zu sein und die Notwendigkeit eurer Gegenstände zu testen. Ganz zum Schluss könnt ihr euch nochmal den "Überlegen" Stapel vornehmen. Passt nicht alles in den vorgeplanten kleineren Stauraum, kann sicherlich noch auf das ein oder andere Teil verzichtet werden. Ihr werdet nach einiger Zeit merken, dass ihr euch kaum noch daran erinnern könnt, was ihr weggeschmissen habt und was doch noch in der hinteren Ecke gelandet ist. Ein klares Zeichen, dass auch noch der "Übelegen" Stapel nach einiger Zeit wieder aussortiert werden kann. Aussortieren ist ein Prozess und von Mal zu Mal lernt ihr, ehrlicher zu sich selbst zu sein.

Wichtig ist außerdem, für eure Gegenstände feste Plätze zu schaffen. Ich habe selbst für mein Portemonnaie, Schlüssel, Kopfhörer etc. einen festen Platz. Für die alltäglichen Dinge hilft es sehr, diese auch auf Anhieb finden zu können. So kann auch nichts ausersehen vergessen werden!

Altonastories Schlafzimmer
Kommoden im Bild: Maison du Monde

 
30-day minimalism challenge

Minimalismus kann sich natürlich auch auf das ganze Leben übertragen. Es muss sich nicht auf lediglich auf deine Kleidung und deinen Haushalt beschränken. Bei Dariadaria könnt ihr die 30-day minimalism challenge austesten. Durch diese Challenge könnt ihr sehr viel über euch und euer aktuelles Umfeld lernen. Dort wird zum Beispiel empfohlen "unfollow an unfriend", "leave a whole day unplanned" oder "follow a morning ritual". Die Challenge soll euch zum Reflektieren anregen und erkennen was oder wen ihr wirklich braucht und was euch vielleicht gut tut, von dem ihr vorher gar nicht wusstet.

Wir wünschen euch viel Freude beim Umsetzen 


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